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EU-Stresstest: Internationales Expertenteam besucht Beznau

EU-Stresstest: Internationales Expertenteam besucht BeznauEin achtköpfiges internationales Expertenteam hat im Rahmen des EU-Stresstests während der letzten vier Tage die Schweiz besucht. Auf dem Programm stand unter anderem ein Augenschein im Kernkraftwerk Beznau und im Notfall-Lager Reitnau. Das Expertenteam beurteilt den Schweizer Länderbericht.

Im Rahmen des so genannten Peer-Review-Prozesses haben diese Woche acht Nuklear-Experten aus Finnland, Österreich, Rumänien, Schweden, Slowenien und Spanien die Schweiz besucht. Ziel dieses „Country Reviews“ war eine weitere Bewertung der im Schweizer Länderbericht festgehaltenen Punkte, deren Überprüfung seit Januar 2012 vorgenommen wird. „Mit dem Besuch bei den Teilnehmerländern des EU-Stresstests wollen wir uns einen allgemeinen Eindruck über die nationale Arbeitsweise verschaffen“, sagt Bojan Tomic, Leiter des „Country Review“-Teams für die Schweiz.

Neben vielen Fachsitzungen besuchte das fachkundige Team am Mittwoch die Anlage des Kernkraftwerks Beznau. Zusammen mit zahlreichen anderen Punkten wurden Notfall- und Notstandsysteme besichtigt. Eine kleinere Gruppe des internationalen Gremiums hatte die Aufgabe, einen Augenschein im Notfall-Lager in Reitnau zu nehmen. Die Zusammenarbeit zwischen Experten, ENSI und Betreiber verlief reibungslos: „Wie gewünscht haben wir Einsicht in alle geforderten Dokumente und Prozesse erhalten“, so Tomic.

 

“Country Peer Review” läuft noch bis Ende April

Den Schweizer Länderbericht zum EU-Stresstest, den das ENSI am 31. Dezember 2011 eingereicht hatte, wird weiter themenspezifisch von den Peers überprüft und mit anderen Länderberichten verglichen. Bis im April werden alle Berichte der Teilnehmerländer Land für Land vor Ort überprüft. Die Gutachten der Expertenteams – und damit auch die Beurteilung der Schweiz – werden spätestens bis zum zweiten öffentlichen Hearing zum EU-Stresstest im Mai vorliegen.

Die Überprüfung der Länderberichte erfolgt im sogenannten Peer-Review-Prozess. Bei dieser Sachverständigenprüfung nehmen ExpertenEU-Stresstest: Internationales Expertenteam besucht Beznau anderer Mitgliedstaaten und ein Vertreter der EU-Kommission teil, um die eingereichten Länderberichte zu bewerten. Das Ziel des Peer-Review-Prozesses ist zum einen der gegenseitige internationale Know-how-Transfer, zum anderen eine Beurteilung durch unabhängige Gutachter aus den Fachgebieten Kerntechnik und Energie.

Mit dem „Country Peer Review“ befindet sich der Peer-Review-Prozess in seiner zweiten Phase. Zuvor wurden in Fachsitzungen die Zwischen- und Länderberichte, aufgeteilt nach Themen, zwischen Experten diskutiert. Im „Country Peer Review“ besuchen nun sechs verschiedene Teams mit je acht internationalen Experten die Teilnehmerländer des EU-Stresstests. Vor Ort besuchen sie Kernanlagen und beraten sich detailliert über die Länderberichte. Diese Teams – jedes davon mit zwei Experten pro Thema aus den Fachsitzungen – führen jeweils drei „Country Reviews“ durch.