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Lucens

illustration versuchsatomkraftwerk Lucens ENSI

Das erste rein schwei­ze­ri­sche Atom­kraft­werk wurde in eine solide Fels­ka­verne in Lucens VD gebaut. Das Ver­such­sa­tom­kraft­werk Lucens genoss nicht nur im Vor­feld viel Inter­esse von Sei­ten der Regie­rung, der For­schung und der Indus­trie: Es sollte den Weg für die Kern­ener­gie “made in Swit­z­er­land” und die damit ver­bun­de­nen tech­ni­schen Fort­schritte ebnen. Am 21. Januar 1969, als es den Leis­tungs­be­trieb auf­neh­men sollte, kam es jedoch zum gröss­ten Reak­tor­un­fall auf Schwei­zer Boden.

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Lucens: Die Geburtstunde des Versuchsatomkraftwerks

Serie Lucens: Die Geburtsstunde des Versuchsatomkraftwerks

Im Mai 1962 fällte die Nationale Gesellschaft zur Förderung der industriellen Atomtechnik den Bauentscheid für das Versuchsatomkraftwerk Lucens. Dieses wurde ab Juli des selben Jahres in eine Felskaverne gebaut, die mit meterdickem Beton und Stahl ausgekleidet war. Für ihre Gutachten griff die damalige Aufsichtsbehörde auf das Fachwissen externer Experten zurück.

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Das Versuchsatomkraftwerk Lucens als Modell. (Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)

Serie Lucens: Hohe Auflagen für die Testphase

Auch mit dem Fachwissen externer Experten (beispielsweise aus der Bau- und Leittechnik) war das Versuchsatomkraftwerk Lucens (VAKL) eine Herausforderung. Bevor das Projekt daher in die Testphase gehen konnte, bedurfte es einiger Voraussetzungen der damaligen Sicherheitsbehörde KSA.

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Einblick in den Kontrollraum von Lucens: Experten steuern den Testlauf. (Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)

Serie Lucens: Einige Probleme in der Testphase

Bund, Bauherrin und letztendlich Behörde gaben ihr Einverständnis. Die zweijährige Testphase des Versuchsatomkraftwerks Lucens (VAKL) war jedoch nocht nicht lange angelaufen, als sich Komplikationen bemerkbar machten. Während der Erprobung des Versuchsreaktors in den Jahren 1967 und 1968 traten wiederholt Probleme mit dem Kühlsystem auf.

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Schutzkleidung für Notfälle im Versuchsatomkraftwerk Lucens. (Bild: Keystone)

Serie Lucens: Das geschah am 21. Januar 1969

Am 21. Januar 1969 sollte das Versuchsatomkraftwerk Lucens seinen Leistungsbetrieb aufnehmen. Als der Reaktor beim Hochfahren rund 40 Prozent seiner maximalen Leistung erreicht hatte, ereignete sich jedoch ein Unfall mit mehreren Explosionen. Diese Havarie war entscheidend für den weiteren Verlauf des Projektes.

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(Bild: Keystone)

Serie Lucens: Das Aus für das Versuchsatomkraftwerk

Am 21. Januar 1969 sollte das Versuchsatomkraftwerk Lucens (VAKL) seinen Leistungsbetrieb aufnehmen. Als der Reaktor beim Hochfahren rund 40 Prozent seiner maximalen Leistung erreichte, ereignete sich jedoch ein Unfall mit mehreren Explosionen. Die Havarie führte zur Ausserbetriebnahme.

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(Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv)

Serie Lucens: Keine grossen Schäden nach dem Unfall

Der Unfall am Tag des Anfahrens bedeutete das Aus für das Versuchsatomkraftwerk Lucens. Die nachträgliche Untersuchung des Unfalls im Auftrag des Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartements (EVED) hat später die radioaktive Belastung der Bevölkerung um das Kraftwerk infolge des Unfalls eruiert.

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Aufgeschnittene Hüllrohre im Versuchsatomkraftwerk Lucens.

Serie Lucens: Ausführliche Analyse des Unfalls

Zehn Jahre nach dem Unfall in Lucens legte die „Kommission für die Untersuchung des Zwischenfalles im Versuchs-Atomkraftwerk Lucens“ (UKL) ihren Schlussbericht vor. Der „Zwischenfall“, wie die Autoren den Unfall vom 21. Januar 1969 bezeichnen, sei „mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit“ mit dem „zeitweise gestörten Verhalten der Wellendichtungen” zu erklären.

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Bild: Keystone

Serie Lucens: Kritik an der Sicherheitsbehörde

Der Unfall im Versuchskraftwerk Lucens erfuhr im Nachhinein unterschiedliche, durchaus auch kritische Bewertungen. Angesichts der offenkundigen Probleme mit den Kühlgebläsen Umwälzgebläsen stellt sich die Frage, ob der Unfall vom Januar 1969 nicht vorhersehbar war. Der Untersuchungsbericht der UKL von 1979 beurteilte die Sachlage detailliert.

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Der Rückbau eines Pionierwerks

Serie Lucens: Der Rückbau eines Pionierwerks

Obwohl sich die Konstruktionsweise des Versuchsatomkraftwerks “ausserordentlich bewährt” hatte, vermochte das innovative Werk technisch nicht zu überzeugen. Nach dem Unfall wurde das Versuchskraftwerk am Broye-Ufer nach und nach abgebaut. Heute befindet sich auf dem Gelände in Lucens ein kantonales Depot für Museumsgegenstände.

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