Die Brennelemente von Block 1 zeigten im vergangenen Betriebszyklus ein gutes Betriebsverhalten ohne Brennstabschäden. Während der Revision wurden 20 Brennelemente im Reaktor durch neue ersetzt. Von den insgesamt 121 Brennelementen des Reaktors sind im jetzt begonnenen 39. Betriebszyklus 109 Uran- sowie 12 Uran-Plutonium-Mischoxid-(MOX-)Brennelemente.
Während der Revision von Block 1 führte das KKB verschiedene Instandhaltungsarbeiten durch. So wurden an den Kernumfassungsblechen im Innern des Reaktordruckbehälters mit fern bedienten Werkzeugen unter Wasser fast 200 Schrauben sowie die Führungsbolzen an den Regelstab-Führungsrohren ersetzt. Weiter wurden an Gehäusen der Regelstabantriebe Schweissnähte (Lippendichtschweissnähte) instand gesetzt.
Die Bestimmungen der Strahlenschutzgesetzgebung wurden eingehalten. Die Strahlendosis, die das Personal während der Revision insgesamt erhielt, ist infolge ungeplanter Reparaturarbeiten leicht höher als für die Revision vorgesehen war. Die Strahlendosis der einzelnen Mitarbeitenden lag deutlich unterhalb des Grenzwerts von 20 mSv für beruflich strahlenexponierte Personen; die maximale Dosis lag bei 7,9 mSv.
Nach Abschluss der Arbeiten und der Funktionsprüfungen führten das ENSI und der von ihm beauftragte Schweizerische Verein für Technische Inspektionen (SVTI) ihre Schlussrundgänge in der Anlage durch. Dabei ergaben sich keine Befunde, die ein Wiederanfahren der Anlage und einen sicheren Leistungsbetrieb in Frage stellen. Das ENSI erteilte aufgrund der Ergebnisse seiner Überprüfungen dem KKW Beznau am 19. Juli 2010 die Genehmigung zur Aufnahme des Leistungsbetriebs von Block 1 für den neuen Zyklus.
Markus Straub, Leiter Sektion Recht, Information, Forschung und Internationales,
Tel. 056 460 86 16
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