Kernkraftwerke in der Schweiz

In der Schweiz gibt es fünf Kern­kraft­wer­ke: Bez­nau I & II, Müh­le­berg, Gös­gen und Leib­stadt. Nebst den Kern­kraft­wer­ken sind drei For­schungs­re­ak­to­ren in Be­trieb: am Paul Scher­rer In­sti­tut in Wü­ren­lin­gen, an der ETH Lau­sanne und an der Uni­ver­si­tät Ba­sel. Und schliess­lich wird auch das na­tio­na­le Zwi­schen­la­ger für ra­dio­ak­ti­ve Ab­fäl­le ZWI­LAG in Wü­ren­lin­gen vom ENSI über­wacht.

Hintergrundartikel

Druckwasserreaktoren werden mit zwei voneinander getrennten Wasserkreisläufen betrieben: dem Primär- und dem Sekundärkreislauf. Durch den Austausch der Wärme vom Primär- zum Sekundärkreislauf entsteht Dampf, der die Turbine antreibt. Der Anlageteil, wo dieser Dampf erzeugt wird, ist der sogenannte Dampferzeuger. In der Schweiz verfügen die Kernkraftwerke Gösgen und Beznau über solche Dampferzeuger.

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Im Reaktor wird durch die Kernspaltung Wärme erzeugt. Um eine optimale Kühlung der Brennstäbe zu gewährleisten, müssen die Hüllrohre immer mit einem Wasserfilm bedeckt sein. Sollten sie dennoch an einzelnen Stellen nicht vollständig mit Wasser bedeckt sein, spricht man von „Dryout“ – also Austrocknung.

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Während einer Strommangellage in der Schweiz funktionieren Kernkraftwerke wie Inseln im Meer: Auch wenn sie vom Stromnetz abgekoppelt sind, können sie sich selbst mit Strom versorgen. Mithilfe von Eigenstromproduktion und Notstromaggregaten haben die Sicherheitssysteme genug Energie, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.

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Der Betrieb einer Anlage über 40 Jahre hinaus ist an strenge Auflagen gebunden. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI wird die Sicherheit der Kraftwerke laufend überprüfen. Erfüllt ein Werk die gesetzlich fixierten Vorgaben nicht mehr, wird die Anlage unabhängig vom Alter stillgelegt.

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Im Nachgang zum Reaktorunglück Fukushima hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI verschiedene Verfügungen zu Handen des Kernkraftwerks Mühleberg, aber auch der anderen Kernanlagen in der Schweiz erlassen. Besonders im Fokus standen die Themen Hochwasser und Erdbeben. Jüngst kamen Forderungen zum befristeten Betrieb bis 2019 hinzu.

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