Internationale Zusammenarbeit

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI setzt sich in vielen internationalen Gremien für eine Stärkung der Sicherheit weltweit ein. Obers­tes Ziel der inter­na­tio­na­len Zusam­men­ar­beit des ENSI ist die stän­dige Ver­bes­se­rung der nuklea­ren Sicher­heit und Siche­rung sowie die Stärkung der nuklearen Aufsicht in der Schweiz, durch aktive Mit­wir­kung am inter­na­tio­na­len regu­la­to­ri­schen Infor­ma­ti­ons- und Erfah­rungs­aus­tausch.

Aus die­sem Grund enga­giert sich das ENSI stark in den Gre­mien der inter­na­tio­na­len Atom­ener­gie­or­ga­ni­sa­tion der Ver­ein­ten Natio­nen IAEA, in den Arbeits­grup­pen der Kern­ener­gie­agen­tur NEA, der Orga­ni­sa­tion für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung OECD, in der Euro­pean Nuclear Secu­rity Regu­la­tors’ Asso­cia­tion ENSRA und spe­zi­ell in der Wes­tern Euro­pean Nuclear Regu­la­tors‘ Asso­cia­tion WENRA.

Als neu­tra­ler Staat hat die Schweiz eine gute Aus­gangs­lage, um Ände­run­gen anzu­stos­sen, obwohl es mit ledig­lich fünf kom­mer­zi­el­len Reak­to­ren im welt­wei­ten Ver­gleich nicht zu den gros­sen Kern­ener­gie-Natio­nen zählt.

Die internationale Kooperation erlaubt dem ENSI, die Entwicklungen der internationalen Sicherheitsvorgaben und der ausländischen Aufsichtsbehörde zu verfolgen und auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik zu sein.

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News

Die Vertragspartner der «Joint Convention» trafen sich unter Schweizer Vorsitz vom 4. bis 6. Mai 2022 zu einem ausserordentlichen Treffen am IAEA-Sitz in Wien. Das Ziel: die Überprüfungsprozesse des internationalen Übereinkommens über den sicheren Umgang mit abgebrannten Brennelementen und radioaktiven Abfällen weiterzuentwickeln. Das ENSI vertrat die Schweiz an diesem Treffen.

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Die interessierte Öffentlichkeit hat die Möglichkeit, an der Planung des Topical Peer Reviews 2023 mitzuwirken. Die European Nuclear Safety Regulators’ Group (ENSREG) hat die entsprechenden Dokumente zur Kommentierung veröffentlicht. Die Konsultation der Dokumententwürfe für das Verfahren des zweiten Topical Peer Reviews dauert bis zum 27. Mai 2022.

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Vom 28. März bis 1. April 2022 fand die erste Überprüfungskonferenz des geänderten Übereinkommens über den physischen Schutz von Kernmaterial statt. Die Schweiz setzte sich dafür ein, die Umsetzung des geänderten Übereinkommens in fünf Jahren durch eine IAEA-Konferenz wieder überprüfen zu lassen.

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Hintergrundartikel

«Die Aufsichtsbehörden pflegen einen offenen Austausch. Schweizer Experten begleiten zum Beispiel französische Kollegen bei Inspektionen ihrer Kernkraftwerke – und umgekehrt. So lernen wir voneinander und teilen unseren Erfahrungsschatz zum Nutzen aller Staaten.»

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Bild: ZWILAG

Das internationale Übereinkommen über die Sicherheit der Behandlung abgebrannter Brennelemente und radioaktiver Abfälle (Joint Convention) dient weltweit dem Erreichen und Beibehalten eines hohen Standards bei der Entsorgung. Die Schweiz hat die Konvention bereits in den 1990er Jahren ratifiziert.

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